Dienstag, 13. November 2018

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DAS ARCHIV DER GEMEINDE LINSBURG
• 2 0 0 7 - 6 •­

Der Umbau der Bundesstraße 6

Am 20. November 2007 konn­te man in "DIE HARKE" folgenden Artikel lesen:

 

 

Bundesstraße 6 wird heute freigegeben — ­vorher 15 Minuten gesperrt
 
Ein großer Augenblick für den Landkreis Nienburg:

Heute um 10 Uhr wird die vierspurig ausgebaute Bunde­sstraße 6 zwischen Nienburg und Schneerener Krug, wie berichtet, für den Verkehr freigegeben. Zuvor müssen sich Autofahrer aber gedulden: Die B 6 wird um 9.45 Uhr für rund 15 Minuten voll gesperrt. "ln dieser Zeit muss der Verkehr von der zurzeit genutzten Fahrbahn abfließen", sagt Dietmar Thomsik, Leiter der Straßenbauverwaltung Nienburg. "Danach werden an den Kreuzungen die neuen Ampeln in Betrieb genommen und die Absperrungen an der Richtungsfahrbahn Nienburg entfernt. Gegen 10 Uhr werden dann alle vier Fahrstreifen für den Verkehr freigegeben." Da im Anschluss an die Freigabe noch Markierungsarbeiten erforderlich sind, kommt es in den folgenden Tagen noch zu Behinderungen, da für diese Arbeiten kleine Abschnitte der einzelnen Fahrstreifen gesperrt werden müssen. Zwischen Nienburg und der Kreisgrenze Schneerener Krug wurde eine 9,2 Kilometer lange zweite Fahrbahn gebaut. Außerdem wurde die alte Fahrbahn der B 6 saniert.

 

 

Tags darauf (21. November 2007) berichtete "DIE HARKE":

 

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[Ei­gener Text]
Nun ist es also passiert: Die seit langem geplante "Neue" B6 ist 4-spurig befahrbar. Was hat Linsburg damit zu tun?

Linsburg ist insofern betroffen, als im Bereich des Ortsteils Meinkingsburg ein wesentlicher Teil-Bauabschnit­t stattgefunden hat:
Die Umleitung der ehemals durch Meinkingsburg führenden B6 westlich um Meinkingsburg herum. Ein nicht unwesentlicher Anteil der Bauarbeiten an der B6 gesamt fand also im Bereich der Gemeinde Linsburg statt.

Für einige der in Meinkingsburg ansässigen Firmen hatte das einschneidende Konsequenzen. Die Tankstelle ve­rlor Kunden (Artikel siehe hier) und auch das Landhaus Meinkingsburg mußte sich umstellen.

Es gibt natürlich auch positive Folgen: In Meinkingsburg lebt es sich seit der "Neuen B6" erheblich ruhiger.

Lesen Sie unten einen kurzen Abriss der Historie des B6 - Umbaus.

 

Ebenfalls am 21.11.2007 stand in "DIE HARKE" auf Seite 17 zu lesen:

"Die Bundesstraße 6 ist jetzt sicherer"

Vierspuriger Ausbau bis Schneerener Krug beendet: Seit gestern rollt der Verkehr

Landkreis (ah). 15 Minuten staute sich der Verkehr auf der Bundesstraße 6, dann rollte er auf allen vier Spuren. Seit gestern ist die vierspurig ausgebaute Bundesstraße zwischen Nienburg-Langendamm und Kreisgrenze in Schneerener Krug für den Verkehr freigegeben. Pünktlich um 10 Uhr schoben Dietmar Thomsik, Leiter der Straßenbauverwaltung Nienburg, Landrat Heinrich Eggers, die Landtagsabgeordneten Jan Ahlers und Karsten Heineking und Wilhelm Heidemann, Bürgermeister von Schneeren, die Bake zur Seite und gaben die Strecke frei. Mit dabei auch die Bürgermeister der an der Bundesstraße 6 liegenden Stadt Nienburg, Samtgemeinden Steimbke und Landesbergen sowie der Gemeinden Husum und Linsburg.

 

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Seit gestern rollt der Verkehr auf der Bundesstraße 6 auf allen vier Spuren. Das Foto zeigt einen Blick von der neugebauten Brücke in Schneerener Krug Richtung Nienburg. Fotos: Hildebrandt

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17 Kilometer lang ist die Ausbaustrecke. Gestern wurde der erste 8,9 Kilometer lange Bauabschnitt freigegeben. 24,2 Millionen Euro invest­iert der Bund in den Ausbau. Der erste Bauabschnitt kostete 10,7 Millionen Euro, der zweite kostet 13,5 Millionen. Die neue Fahrbahn wurde 7,50 Meter breit ohne Standspur gebaut. Die vorhandene B 6 blieb erhalten und wurde saniert. Sie dient nun als zweispurige Fahrbahn Richtung Nienburg. Ausnahme: In Meinkingsburg wurden alle vier Spuren als zwei Kilometer lange Ortsumgehung neu gebaut. Dadurch enstand eine neue Kreuzung an der Kreisstraße 4. (Linsburg-Husum). Die Kreisstraße 7 nach Bolsehle geht jetzt nicht mehr direkt von der B 6 ab, sondern beginnt in Meinkingsburg auf der alten B 6 und führt über eine neugebaute Brücke über die neue B 6. Umgebaut und vergrößert werden mussten außerdem die Kreuzungen an der Kreisstraße 62/Führser Mühlweg und Landesstraße 370 (Krümme). "Uber 20 Jahre lief die Diskussion über den Ausbau der B6", sagte Eggers. Viele hätten sich dafür eingesetzt, einige hätten aber auch versucht, ihn zu verhindern. Er dankte allen, die sich für den Ausbau eingesetzt haben. "Jetzt ist der Landkreis besser an die Autobahn angebunden", freute sich Eggers. "Die Ader, die uns versorgt, ist endlich geöffnet."

Der Chef der Straßenbauverwaltung Dietmar Thomsik sagte: "Heute ist Bergfest. Etwas mehr als die Hälfte des Projektes ist abgewickelt. Jetzt folgt der zweite Bauabschnitt des vierspurigen Ausbaus zwischen Schneerener Krug und Neustadt. Wir hoffen, im Februar mit dem Bau beginnen zu können und die zweite Fahrbahn im Dezember fertig zu haben." Anfang 2009 soll dann die B 6 komplett von Nienburg bis Neustadt und weiter bis Hannover vierspurig befahrbar sein.

 

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Den Arbeitern blieben nur 15 Minuten Zeit, um Hilfs-Markierungen und Straßensperren zu beseitigen, dann sollte der Verkehr auf den vier Spuren fließen.
 
15 Minuten - mehr blieb nicht für offizielle Reden direkt auf der gesperrten B 6. In dieser Zeit wurden die Ampeln in Betrieb genommen, provisorische Fahrbahnmarkierungen und Absperrungen beseitigt. Um 10 Uhr setzte sich dann der Tross der Bürgermeister-Limousinen Richtung Meinkingsburg in Bewegung. Drei Minuten später folgte der erste Lastwagen.

Im Schnitt 16 590 Fahrzeuge am Tag verkehren zurzeit auf der B 6, darunter 3301 Laster. Die Prognose bis 2010:
rund 17 000 bis 22 000 Autos am Tag. "Die Verkehrssicherheit wird durch den vierspurigen Ausbau erhöht", sagte Thomsik. Zwar gelte noch Tempo 70, bis die Fahrbahn griffig geworden sei, dafür sei aber jetzt schon das Überholen einfacher. Außerdem: Von der Brücke der K 7 bis zum Schneerener Krug wurden wegen der vielen Wildunfälle zu beiden Seiten Wildschutzzäune aufgestellt.

 

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Der "BlickPunkt für den Landkreis Nienburg­" schrieb in seiner Ausgabe 22. Jahrgang Nr. 47 vom 21. November 2007

 Vorerst nur Tempo 70 erlaubt

Verkehr auf der B 6 seit gestern vierspurig

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LANDKREIS (ike). 8,9 Kilo­meter, die die Herzen vieler Pendler höherschlagen lassen: Der erste vierspurige Ab­schnitt der Bundesstraße 6 zwischen Nienburg und Neu­stadt am Rübenberge wurde gestern Vormittag offiziell in Betrieb genommen.

„Ich sage ganz bewusst In­betriebnahme und nicht Frei­gabe“, erklärte der Leiter der Geschäftsstelle Nienburg der Niedersächsischen Straßenbaubehörde, Dietmar Thom­sik. Eine Straße freizugeben, stehe offiziell nur Ministern zu. Da die vier Spuren für den Landkreis Nienburg und die gesamte Mittelweser-Region aber so wichtig seien, hatte er zu einer kleinen feierlichen Zeremonie an den Schneerener Krug eingeladen.

An der Grenze des Landkreises Nienburg und der Region Hannover trafen sich „Freunde und Nachbarn“: Po­litiker aus den beteiligten Kommunen, dem Landkreis Nienburg, Region Hannover, der Stadt Nienburg sowie den Samtgemeinden Steimbke und Landesbergen und einige Anwohner.

Gegen 9.45 Uhr hatte die Polizei die Fahrbahn zwischen dem Schneerener Krug und Langendamm abgesperrt. Während die Fahrspur sich langsam leerte, berichteten Thomsik und Landrat Heinrich Eggers über den langen Weg, der zum Ausbau der Bundesstraße geführt hatte.

Fast 20 Jahre lang habe man um den Ausbau der Bundesstraße gekämpft, sagte der Landrat vor den Gästen. „Es gab viele, die sich dafür ein­gesetzt haben, aber auch eini­ge, die dagegen kämpften.“

Den ersten  Spatenstich für die vier Spuren hatten die Bauarbeiter bereits im Oktober 2005 gesetzt. Insgesamt kostete die knapp neun Kilometer lange Strecke 10,7 Millionen Euro. Landrat Eggers nannte die ausgebaute Bun­desstraße „die Ader, die uns versorgt“ und freute sich, dass diese sich nun endlich geöff­net habe.

Gegen kurz nach 10 Uhr kam dann von den Polizisten, die die Straße gesperrt hatten, die erlösende Nachricht, dass die Strecke nun frei sei. Jetzt musste es schnell gehen. Diet­mar Thomsik und einige sei­ner Gäste packten mit an und trugen gemeinsam die Bake beiseite, die den Verkehrsfluss noch behinderte. Nach­dem der Stau vor der Sper­rung sich aufgelöst hatte, pro­bierten die Politiker die neue Strecke selbst einmal aus.

Ubrigens: Noch ist auf der neuen Strecke nur Tempo 70 erlaubt. Nach Aussage von Dietmar Thomsik müsse der neue Straßenbelag erstmal abgefahren und nach einigen Wochen einem sogenannten Griffigkeitstest unterzogen werden. Erst danach können die Autos aus oder in Richtung Nienburg auch mit 100 Kilometern pro Stunde fahren.

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