Wappen
Gemeinde Linsburg
Die freundliche Gemeinde am Nordrand des Naturparks "Steinhuder Meer"
Ein liebens- und lebenswerter Ort im grünen Herzen Niedersachsens
Mitglied der Samtgemeinde Steimbke - mitten im Grünen
LTE, UMTS und DSL 16000 verfügbar
S-Bahn und Bundesstraße nach Nienburg/Weser, Hannover und Bremen
10 min von der Kreisstadt, mit 2 Buslinien erreichbar
Kindertagesstätte vorhanden
Schild

Einladungen

Die Einladungen zu Linsburger Veranstal- tungen finden Sie im Terminekalender auf dieser Seite. Clicken Sie den Termin an und der Link zur Einladung wird angezeigt.

Nachrichten

Linsburger Neujahrstreff 2020

Am 5. Januar 2020 fand auf Einladung des Gemeinderates der Neujahrstreff 2020 statt. Ca. 120 Gäste waren der Einladung der Gemeinde gefolgt. Artikel lesen + Fotos ansehen.

Ratssitzung am 05.12.2019

Die letzte Öffentliche Ratssitzung fand am 5. Dezember 2019 statt. Bürgerprotokoll lesen.

Aktion: Instandsetzung des Grinderwald-Spielplatzes

Der Spielplatz "Grinderwald" bei Lins- burg musste aufgrund von diversen Mängeln an den Spielgeräten bis auf weiteres komplett gesperrt werden. Die Gemeinde hat die Aktion "Der Grinder- wald-Spielplatz muß erhalten werden!" ins Leben gerufen.
Aktionsseite lesen
Aktionsflyer ansehen.

Feuerwehr Linsburg bestens aufgestellt

Wechsel an der Spitze / Neues Einsatz- fahrzeug eingeweiht. Artikel im Magazin der Samtgemeinde Steimbke vom 23.11.2019 lesen.

Netzwerk der Dorfläden tagt in Linsburg

Aus Herausforderung wird Unternehmen. Artikel im blickpunkt vom 23.11.2019 lesen.

Grosse Ställe nicht automatisch genehmigen

Rat lehnt Kriterienkatalog ab / Telekom verweigert Breitbandausbau im Baugebiet Burg II. Pressemitteilung der Gemeinde Linsburg zur Ratssitzung am 24.10.2019 lesen.

Waldspielplatz soll erhalten bleiben

Rat Linsburg sucht Sponsoren für neue Spielgeräte im Grinderwald / Diskussion über große Ställe. Artikel über die Sitzung des Gemeinderates am 29.08.2019 in DIE HARKE vom 03.09.2019 lesen

Harte Arbeit und vergessene Bauten

Linsburger Heimatkalender für 2020 mit Fotos aus dem vergangenen Jahrhundert ab sofort erhältlich. Artikel in DIE HARKE vom 31.08.2019 lesen.
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Chronik der Gemeinde Linsburg

Der 30jährige Krieg

Waren die Schrecken und Wirren des 30jährigen Krieges zunächst noch weitab von unserer Heimat, so traf es Linsburg im Verlaufe dieser unseligen Epoche dermaßen hart, wie kaum einen anderen Ort in dieser Gegend.

In diesem Krieg der protestantischen gegen die katholischen Fürsten, Fürstbischöfe und den Kaiser ging es zwar vornehmlich um den Glauben, aber auch um Gebietsansprüche untereinander und um offene Rechnungen. Im langjährigen Verlauf dieser Kämpfe und Schlachten wechselte so mancher Fürst auch mehrfach die Seiten, war ein klarer Frontverlauf nur selten ersichtlich. Bekamen die Söldner von ihren Offizieren oder Truppführern nicht den versprochenen Lohn, so nahmen sie sich auf eigene Faust, was sie bekommen konnten und schreckten auch vor Mord und Todschlag nicht zurück.

Die welfischen Herrscher unserer Heimat waren schwache und arme Fürsten, denn sie hatten zur Versorgung all ihrer Familienmitglieder ihr Fürstentum mehrfach geteilt und konnten sich kein großes Heer leisten. So waren ihre Untertanen vor allem in den unbefestigten Dörfern den fremden Heerscharen hilflos ausgeliefert.

Für Linsburg wirkte sich die Nähe zum befestigten Nienburg und die gute Erreichbarkeit über die Straße von Nienburg nach Hannover, die ja damals noch genau durch den Ort führte, verhängnisvoll aus.

Mag diese große Handelsstraße Hannover - Nienburg - Bremen auch sonst für Linsburg ein Vorteil gewesen sein, - an den durchziehenden Frachtfahrern ließ sich doch sicher manch ein Taler verdienen - , so erwies sich diese Lage im 30jährigen Krieg als großer Nachteil, denn sie führte durchziehende Truppen direkt in den Ort.

Die erste Bekanntschaft mit fremden Truppen dürften die Einwohner Linsburgs im Jahre 1625 gemacht haben, als am 21. Juni der protestantische Dänenkönig Christian IV. mit seinem Heer Nienburg besetzte und zwar gegen den Willen des Celler Herzogs Christian, der als Landesherr von Nienburg die Neutralität wahren wollte.

Das kaiserliche Heer mit 40 000 Mann unter dem Oberbefehl des Grafen Tilly rückte nun von Hameln her über Stolzenau auf Nienburg vor und erreichte dieses am 23. August. Doch trotz ständiger Beschießung der Mauern konnte die Stadt von den dänischen Truppen und den Bürgern gehalten werden. Am 24. September gab Tilly schließlich die Belagerung auf und rückte mit seinem Heer ab.

Nienburg hatte zwar stark gelitten, aber im Umland hatten die kaiserlichen Truppen so furchtbar gewütet, so geplündert, gemordet und gebrandschatzt, daß die Folgen noch Jahrzehnte später spürbar waren. Kaum ein Dorf war verschont geblieben, die Burg Wölpe war zerstört und Linsburg war fast ausgelöscht.

Mit kaum vorstellbarer Grausamkeit waren die fremden Truppen über Linsburg hergefallen, hatten viele Bewohner ermordet, die Vorräte und alles Vieh, das sie finden konnten, mitgenommen und das Dorf dann in Brand gesetzt. In einer Aufstellung aus der damaligen Zeit heißt es über Linsburg: 21 Höfe sind abgebrannt (von wahrscheinlich 22), und 19 Bauern sind tot. Da man in dieser Liste nur die wehrfähigen Männer erfaßt hat, wird über die getöteten Frauen, Kinder, Altenteiler und das Gesinde in dieser Aufstellung leider nichts berichtet. Für unseren Ort war dieses sicherlich die größte Katastrophe, die er in seiner Geschichte erlebt hat.

Doch die Leiden der Überlebenden waren noch nicht zu Ende, denn 1627 standen kaiserliche Truppen schon wieder vor Nienburg. Erneut belagerte und beschoß man die Stadt, doch wieder hielten die Mauern stand, leisteten die dänischen Soldaten und die Bürger tapferen Widerstand. Nach 6 Monaten bekamen die Kaiserlichen jedoch einen grausamen Verbündeten - die Pest.

Diese schlimme Seuche raffte schon in kurzer Zeit viele Bewohner und dänische Soldaten dahin. Als schließlich auch noch der dänische Festungskommandant Oberst von Limbach der Pest erlag, mußten die Verteidiger aufgeben und die kaiserlichen Truppen besetzten die Stadt. Während der nächsten Jahre wechselten die Besatzer je nach Kriegsglück noch mehrmals. Im Jahre 1630 stand wieder ein kaiserlicher Heerhaufen vor der Stadt, mit Geldgeschenken konnte sein Abzug in Richtung Neustadt erreicht werden.

Die Belagerer Nienburgs und auch die Besatzer fielen während dieser Jahre immer wieder in die umliegenden Dörfer ein, um sich der kargen Ernte, der Vorräte und auch des letzten Viehs zu bemächtigen. Die Folgen waren große Hungersnöte, die unter den wenigen Überlebenden noch zusätzliche Opfer forderten. Mit der schwedischen Besetzung Nienburgs im Jahre 1635 kehrte in unsere Heimat endlich wieder Ruhe und Ordnung ein.

Nach und nach wurden die Häuser und Höfe wieder aufgebaut. Aber auf manchen Höfen hatte niemand überlebt, und so wurden dort vom Herzog neue Bauern angesiedelt, welche entweder aus aufgegebenen Dörfern stammten oder aus Landesteilen kamen, die der Krieg verschont hatte. Wenn sich hierdurch auch manch einem nachgeborenen Bauernsohn die Gelegenheit bot, selbst einen Hof zu bewirtschaften, so war die Zahl der unbesetzten Höfe doch größer als die Zahl der Interessenten, und so wird in der Niederschrift über die Linsburger Verkoppelung im Jahre 1863 noch von zwei wüsten, also unbesetzten Hofstellen berichtet. Bei der Vergabe der Hausnummern hatte man sogar extra für diese beiden Stellen die Nummern 33 und 34 freigelassen.

Die Verhandlungen zum "Westfälischen Frieden" beendeten 1648 endlich diesen grausamen Krieg. Die Welfen blieben unsere Landesherren und der während der Regierungszeit Erichs I. durch die Förderung seiner Frau Elisabeth etwa 1530 hier eingeführte evangelische Glauben durfte beibehalten werden.

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